Aktionstag gegen Plastikmüll am 15. September

37 kg Plastikmüll im Jahr verursacht jeder in Deutschland. Das sind zusammen mehr als 330.000 t im Jahr. Damit ist Deutschland trauriger Spitzenreiter in Europa. Die Folgen sind schwimmende Plastikteppiche in den Ozeanen, illegale Mülldeponien und qualvoll verendende Tiere mit Plastikteilen im Magen.

„Plastik und insbesondere Mikroplastik ist heute bereits in unserem Wasser, auf unseren Äckern und damit auch auf dem Teller“ fasst Sarah Polzer-Storek, Vorstandssprecherin von B90/Grüne Uckermark, zusammen. Der Einsatz von Verpackungen, insbesondere aus Plastik muss drastisch sinken.

Es genügt nicht die Lösung des Problems auf die Verbraucherinnen und Verbraucher abzuwälzen, so die Uckermarker Bündnisgrünen. Hier ist die Politik nachdrücklich gefordert, endlich zu handeln.
Das hat die grüne umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im EU-Parlament, Rebecca Harms zuletzt im Mai 2018 forderte: „Wir brauchen einen umfassenden und nachhaltigen Ansatz für Herstellung, Verbrauch, Recycling und Entsorgung von Kunststoffen“.

Damit wir auch morgen unbedenklich im Meer baden, plastikfreies Gemüse und Fisch essen können, können wir alle etwas dazu beitragen:

  • Plastik vermeiden und Mehrwegartikel nutzen statt: Plastiktüten, Coffee-to-go-Becher, Einweggetränkeverpackungen, Wattestäbchen, Trinkhalme etc.
  • Stoffbeutel, Trinkbecher, Glasflaschen, Produkte mit Pappe, etc. nutzen
  • Zahncreme und Kosmetika ohne Mikroplastik kaufen
  • für Käse oder Wurst eigene Behälter mitbringen
  • Angebot unverpackter Lebensmittel nutzen z.B. in „Unverpackt“ Läden

Robert Schindler, Sprecher der Bündnisgrünen in der Uckermark ergänzt:

„Damit die Bemühungen der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig wirken können braucht es in den Kreis- und Landtagen, Bundestag und dem EU-Parlament entsprechende Vorgaben wie:

Einwegverpackungen verteuern und recyclingfreundliche Produkte fördern

indirekten Plastiksubventionen in Höhe von mindestens 780 Millionen Euro jährlich streichen und dafür ein neues Kreislaufwirtschaftssystem im Recycling fördern

Mikroplastik in Kosmetika verbieten, wie schon heute in Schweden

Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt schon an der Quelle stoppen: Abgelaufene Lebensmittel dürfen nicht mehr mit Verpackungen geschreddert werden und dann über Biogasanlagen oder Faultürmen von Kläranlagen in der Umwelt landen

globales Plastikabkommen unter dem Dach der Vereinten Nationen."

Weiterführende Informationen auf www.gruene.de 
Fraunhofer Institut in seiner aktuellen Studie zu Mikroplastik

Artikel von Ulrike Harsch

URL:http://www.gruene-um.de/home/