Carla Kniestedt: Zum Gasbohren in unserer Gegend habe ich eine eindeutige Meinung!

Aus mehreren Gründen: Inzwischen ist klar, dass bei der Förderung von Gas Methan entweicht, ein ausgesprochen klimafeindliches Gas. Es ist zweitens absurd, jetzt, wo alle versuchen sinnvoll aus der Kohle auszusteigen, eine neue Baustelle in Sachen fossiler Brennstoffen aufzumachen. Damit verzögert man die volle Konzentration auf dezentrale Möglichkeiten mit regenerativen Energien. Die technisch möglich sind. Und für uns alle viel zukunftsfähiger. Die Stadt Templin hat kein Interesse und macht sich Sorgen ums Thermalwasser. Und wir uns alle um die Landschaft und den Erholungswert - der zukünftig noch wichtiger wird, als er ohnehin ist. Was für mich aber beinahe noch entscheidender ist: Die jungen Leute aus der Region, viele, machen sich ernsthaft Sorgen um ihre Zukunft, um Auswirkungen des Klimawandels. Das habe ich z.B. bei der Demo des Templiner Bündnisses gegen Rechts auf dem Templiner Markt überdeutlich gehört und gespürt. Und diese jungen Leute erwarten zu Recht, dass wir "Erwachsenen" kreativer sind und die Socken so richtig scharf machen in Sachen schlaue Konzepte für die Energieversorgung. Neue Erdgasbohrungen gehören eindeutig nicht dazu!

zurück

In Sachen Frauentag (Kopie 1)

Kommentar zum Frauentag am 8. März von Carla Kniestedt,

Frauentag, war da was?

Ja, da ist sogar was. Möglicherweise gucken Brandenburgerinnen und Brandenburger neidisch auf die Hauptstadt. Denn da haben seit diesem Jahr alle frei am 8. März. Offizieller Feiertag! Doll! Nun gönne ich jeder und jedem einen zusätzlichen freien Tag. Nur, wenn es ungünstig kommt, nutzt Mutti die arbeitsfreien Stunden, um mal eben rasch die Wohnung zu putzen, die Wäsche zu machen, die Kinder zu betreuen….wenn es nicht ganz so ungünstig kommt, hilft der Vati mit. Oder aber die Suche der Männer nach Kuchen und Blumen verläuft nicht gar so hektisch. Zu ironisch? Vielleicht.

Und der Beschluss in Berlin ist ja gut gemeint. Aber wird es wirklich dazu führen, dass Frauen und Männer am 8. März in der Hauptstadt darüber reden, WARUM es eigentlich diesen Tag gibt? Da war dieses Mädchen aus dem kleinen sächsischen Dorf Wiederau. Clara Zetkin. Mit anderen Frauen ging es ihr um Gleichberechtigung, um Wahlrecht, um die Hälfte der Macht. Und um Frieden. So gesehen kommen wir Brandenburgerinnen und Brandenburger dem, was die Frauen vor mehr als 100 Jahren wollten und was die Vereinten Nationen 1977 zu einem internationalen Tag erklärten, um einiges näher – mit dem gerade beschlossenen Parité-Gesetz. Bündnis 90/Die Grünen haben dafür gekämpft und es initiiert. Okay, die Verfassungsmäßigkeit wird noch geprüft. Wir werden sehen, was dabei rauskommt. Aber der Anfang ist gemacht. Großartig! Weiter machen! PS: Gegen regelmäßige Blumen vom Liebsten und ein leckeres Stück Kuchen mit der Freundin ist überhaupt nie etwas einzuwenden...

Termine

Dorfgespräch

Sonntag, 14. April 2024

18.00 - 19.30 Uhr (Einlass: 17.30 Uhr)

martas Gästehäuser (Haus Brandenburg)

Groß Väter 34

17268 Templin